Bei unserer zweiten Geschichte geht es um ein kleines Mädchen namens Rojo. Sie ist das kleinste Kind unter vier Geschwistern. Kurze Zeit nachdem sie geboren wurde, verstarb Rojo’s Vater. Er arbeite als Gepäckträger und finanzierte damit seine gesamte Familie. Rojo war erst 4 Jahre alt, als sie ihren Vater verlor. Nun versuchte ihre Mutter alles, um auch alleine klar zu kommen. Sie verkaufte alles das sie fand und nicht mehr gebraucht wurde um etwas Geld aufzutreiben. Aber das Geld reichte nicht aus und niemand half ihnen. Die Familie des verstorbenen Ehemannes und Vaters fing an, die Mutter als Mörderin zu bezeichnen. Trotzdem tat die Mutter alles, um mit ihrer Familie durchzukommen und ihre Kinder zur Schule zu senden. Aber sie war nicht gut ausgebildet und wusste nichts über ihre Rechte und wie sie Schutz vor den Anschuldigungen finden konnte. Sie begann Männer zu treffen, um Geld zu verdienen und damit ihre Kindern unterstützen zu können, aber zunehmend verschlimmerte sich die Situation. Sie verstarb einige Monate später und niemand wollte sich der Kinder annehmen. Glücklicherweise sorgte dann doch die pensionierte Großmutter für die vier Kinder und diese konnten weiter zur Schule gehen. Trotzdem bleibt ihr Leben weiter hart und ein ständiger Kampf ums Überleben und ihre Bildung.
Rojo ist eines der Kinder die wir unterstützen. Für sie war es wunderbar, wie viele ihrer Freunde mit all den Schreibutensilien zur Schule gehen zu können. Unsere Organisation unterstützte ihre Mutter, als sie keine Schulgebühren zahlen konnte und wir feierten mit ihr, als Tia Diavolana den ersten Jahrestag ihres Förderjahres bei uns abschloss. Bei uns konnte sie mit Puppen spielen und einfach einmal Kind sein. Daheim gab es leider nie feiern für sie und kein Spielzeug. Rojo ist wirklich eines der mutigsten Mädchen das wir jemals kennenlernen durften. Es gab keinen Tag, an dem sie nicht in unser Zentrum kam und völlig begeistert lernte. Rojo liebt essen und singen, dabei kann sie stets fröhlich sein und lächelt immer.